Many Voices Speak


Für die eigene künstlerische Arbeit kann ein Umzug aus der Großstadt einen großen Umbruch hervorrufen. So auch für Matilda Mård – sie kehrte Stock-holm den Rücken zu und machte sich auf gen Borlänge, einer kleinen schwedischen Industriestadt im Landesinneren. Dieser Tapetenwechsel be-deutete nicht nur die Suche nach neuer Kraft und Inspiration, sondern auch persönliche Veränderungen.
Discovering that pattern made me think of places where neither nature nor civilization are preserved, and I can’t help but feeling that the past and times to come shine most in that environment. What was built up once re-veals a history but also someone’s dream to create something meaningful, even if it’s been left unfulfilled with time. – Matilda Mård
Mit frischen und klaren Gedanken konnte Mård sich dem kreativen Schaf-fen neu zuwenden. Weniger Ablenkung bedeutete für die Musikerin nicht nur mehr Konzentration, sondern auch eine Form von Befreiung. Ihr Lieb-lingsort, ihr ganz persönlicher „place to be“ wurde die lokale Karaokebar – eine Zone, far away from my own self-doubts and prestige about music, so Mård.
Mit der nostalgischen Single „Video Child“ sowie dem minimalistischen Co-ver des Rodgers & Hart Klassikers „Blue Moon“ gewann sie in den letzten Jahren u.a. nicht nur Unterstützung von Spotify, Stereogum, Noisey und Hype Machine, sondern auch Platzierungen in der Serie Riverdale.
Ähnlich wie ihre Debüt-EP, ist „Tank Town“ in Zusammenarbeit mit dem Pro-duzenten Petter Nygårdh von einer stimmungsvollen Symbiose aus ehrlicher Akzeptanz und romantischer Absolution getragen. Die Kompositionen schweben von einer luftigen Einfachheit („Necessaries”) über eine schwel-lende Tiefe („I Saw You”) zu einer tröstlichen Intimität („Chances”).
I believe I’m driven by a desire to find new ways to describe the same old thing. There’s something calming and almost healing about someone de-scribing the way one feels and maybe what we already know, but in differ-ent words. Findings are sometimes the best comfort,
and that’s something I hope to share with Tank Town. – Matilda Mård